MDK Nordrhein: Datenschutz wird bei uns großgeschrieben

Krankheit oder Pflegebedürftigkeit betreffen den privatesten Bereich des Menschen. Aus diesem Grund behandelt der MDK Nordrhein die Daten der Versicherten mit höchster Diskretion. Unsere Ärzte und alle anderen Mitarbeiter sind dazu verpflichtet, Stillschweigen über personenbezogene Daten zu bewahren. 

Die Kranken- und Pflegekassen können den MDK Nordrhein damit beauftragen, für sie bestimmte medizinische oder pflegerische Fragen zu klären. Um diese Aufgabe zu erfüllen, erlaubt der Gesetzgeber dem MDK Nordrhein, die hierfür notwendigen Daten der Versicherten über Krankheiten, Behinderungen, Behandlungen und Pflegebedarf einzuholen.

Die Gutachterinnen und Gutachter werten beispielsweise Röntgenbilder, Arztberichte, Entlassungsberichte aus Kliniken und Reha-Einrichtungen, aber auch Arzneimittelverordnungen und Pflegedokumentationen aus.

Die Daten, mit denen die Gutachter des MDK arbeiten, stammen aus unterschiedlichen Quellen. Dazu zählen unter anderem

  • Kranken- und Pflegekassen,
  • behandelnde Ärztinnen oder Ärzte,
  • Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen,
  • Pflegedienste,
  • andere Sozialleistungsträger wie die Deutsche Rentenversicherung, die Bundesagentur für Arbeit, das Versorgungsamt oder die Berufsgenossenschaft,
  • und – im Rahmen der Pflegebegutachtung – die Versicherten selbst, ihre pflegenden Angehörigen und andere Pflegepersonen.

Die Daten werden ausschließlich dazu genutzt, die Fragen der Kranken- oder Pflegekasse zu beantworten und dazu eine qualifizierte Stellungnahme abzugeben.

Die Kranken- oder Pflegekassen erhalten das Ergebnis der MDK-Stellungnahme und die dazu erforderlichen Befundangaben, außerdem gegebenenfalls noch Hinweise für die Behandlung oder Pflege.

Ihr Arbeitgeber erhält das Gutachten nicht. Geht es bei der Begutachtung um Leistungen aus der Pflegeversicherung, wird Ihr Hausarzt nicht automatisch über die MDK-Begutachtung informiert. Auf Anforderung übermittelt der MDK Nordrhein seine Stellungnahme auch an andere Sozialleistungsträger. Wenn Sie zum Beispiel bei der Deutschen Rentenversicherung eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit beantragen, kann die Deutsche Rentenversicherung die Stellungnahme des MDK Nordrhein zu Ihrer Arbeitsunfähigkeit anfordern. Dies geschieht mit der Einwilligung des Versicherten.

Sonstige Auskünfte gibt der MDK Nordrhein nur mit Ihrem schriftlichen Einverständnis heraus.

Sie haben als Versicherter

  • ein Auskunftsrecht: Auf Anfrage gibt der MDK Ihnen Auskunft darüber, woher die über Sie gespeicherten Daten stammen, wer sie bekommt und zu welchem Zweck sie beim MDK gespeichert werden,
  • ein Recht auf Akteneinsicht: Sie selbst oder ein von Ihnen Bevollmächtigter (etwa ein Angehöriger oder ein Rechtsanwalt) haben das Recht, Ihre Akte beim MDK einzusehen,
  • ein Widerspruchsrecht: Wenn Sie mit einer Weitergabe von Daten nicht einverstanden sind, können Sie Widerspruch einlegen. So können Sie beispielsweise untersagen, dass Informationen, die über das MDK-Begutachtungsergebnis hinausgehen (beispielsweise Befunde), nicht an den Leistungserbringer (zum Beispiel Ihren Hausarzt) übermittelt werden. Diesen Wunsch richten Sie bitte schriftlich an den MDK.

Daten werden so lange aufbewahrt, wie sie von uns benötigt werden, aber maximal fünf Jahre.

Wenn Sie weitere Fragen zum Datenschutz beim MDK Nordrhein haben, wenden Sie sich bitte an unseren Datenschutzbeauftragten:

MDK Nordrhein
Herrn Hartmut Kirch
Berliner Allee 52
40212 Düsseldorf
E-Mail: hkirch@mdk-nordrhein.de