Der Verwaltungsrat entscheidet über grundsätzliche Angelegenheiten, verabschiedet den Haushalt und wählt die Geschäftsführung. Seine Mitglieder bestimmen über die wesentlichen Belange und stellen die grundlegenden Weichen für die Arbeit des Medizinischen Dienstes Nordrhein.

MDK-Reformgesetz

Am 1. Januar 2020 ist das „Gesetz für bessere und unabhängigere Prüfungen“ (MDK-Reformgesetz) in Kraft getreten. Ein Ziel der Gesetzesreform ist es, die Medizinischen Dienste zu stärken und unabhängig von den Krankenkassen zu organisieren. Nach einem Umwandlungsprozess von zwei Jahren werden alle Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) künftig als eigenständige Körperschaften des öffentlichen Rechts unter dem Namen „Medizinischer Dienst“ geführt.

Die Reform sieht zudem vor, dass der Verwaltungsrat erweitert wird: Neben 16 Mitgliedern, die von den Verwaltungsräten oder Vertreterversammlungen der Kranken- und Pflegekassen gewählt worden sind, wurden fünf weitere Mitglieder auf Vorschlag der Interessenverbände der Patientinnen und Patienten und zwei auf Vorschlag der Berufsvertretungen der Ärztekammern und der Pflegeberufe durch die Landesaufsicht benannt.

Der Verwaltungsrat des neuen Medizinischen Dienstes Nordrhein hat sich bereits konstituiert. Bis Ende März 2021 wird das Gremium eine Satzung für den Medizinischen Dienst Nordrhein erarbeiten und verabschieden. Nach ihrer Genehmigung durch die Landesaufsicht wird bis spätestens zum 1. Juli 2021 aus dem bisherigen MDK Nordrhein endgültig der Medizinische Dienst Nordrhein.