Piktogramm das einen Menschen geschützt von Händen zeigt

Aufgaben und Ziele

Der MDK Nordrhein – engagiert für eine gute Versorgung. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Nordrhein ist ein medizinischer und pflegefachlicher Beratungs- und Gutachterdienst. Im gesetzlichen Auftrag unterstützt und berät er die gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung in medizinischen und pflegerischen Fragen.

Sozialmedizinische Beratung und Begutachtung

Eine wesentliche Aufgabe der über 200 Fachärztinnen und Fachärzte im MDK Nordrhein ist es, sozialmedizinische Beratung und Einzelfallbegutachtungen im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen durchzuführen. Hierzu gehören zum Beispiel Stellungnahmen zur Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln, zur Notwendigkeit und Art von Rehabilitationen oder zu Fragen der Arbeitsunfähigkeit von Versicherten. Ärztliche Gutachterinnen und Gutachter des MDK prüfen auch die Abrechnungen von Krankenhausbehandlungen.

Pflegebegutachtung

Der MDK ist dafür verantwortlich, die Voraussetzungen für eine Pflegebedürftigkeit zu prüfen. Dazu besuchen rund 300 examinierte Pflegegutachterinnen und -gutachter die Versicherten zu Hause. Neben der Empfehlung einer Pflegestufe und zur Art und zum Umfang von Pflegeleistungen können sie auch Maßnahmen zur Prävention und Rehabilitation vorschlagen.

Pflegequalität sichern

Pflegebedürftige Menschen brauchen besonderen Schutz und haben Anspruch auf eine hochwertige Pflege. Alle Pflegeeinrichtungen sind daher verpflichtet, die Qualität ihrer Leistungen zu fördern und zu sichern. Der MDK prüft im Auftrag der Pflegekassen, ob die Pflegeheime oder die ambulanten Pflegedienste die vereinbarten Qualitätsstandards einhalten. Dazu werden alle Pflegeeinrichtungen einmal pro Jahr geprüft. Der MDK Nordrhein berät die Einrichtungen auch in Fragen der Pflegequalität. Die Ergebnisse der Qualitätsprüfung werden durch die Pflegekassen veröffentlicht.

Wissenschaftliche Beratung in Grundsatzfragen

Beim MDK Nordrhein ist auch der Sitz des Kompetenz-Centrums Onkologie. Erfahrene Krebsspezialisten beraten dort die Medizinischen Dienste und die gesetzliche Krankenversicherung bundesweit in grundsätzlichen Fragen zu Krebserkrankungen und -therapien.

Kompetenz und Qualität im MDK Nordrhein

Beim MDK arbeiten Expertinnen und Experten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, darunter Ärzte, Pflegefachkräfte, Medizintechniker oder Pharmazeuten. Sie legen Wert auf ein partnerschaftliches Miteinander in der Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen in Pflege, Klinik oder Praxis und setzen sich für eine qualitätsgesicherte und bedarfsgerechte medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftigen ein.

Gutachterinnen und Gutachter des MDK beurteilen, ob die Qualität einer Untersuchung, einer Behandlung oder Pflegeleistung dem anerkannten Stand von Medizin und Pflege entspricht. Strenge Maßstäbe legt der MDK Nordrhein auch bei sich selbst an: Regelmäßige Fort- und Weiterbildung und Qualitätskontrollen von außen sind Standard. Der MDK Nordrhein verfügt daher über ein Qualitätsmanagement-System und wird regelmäßig zertifiziert nach DIN EN ISO 9001.

Das Sozialgesetz garantiert die fachliche Unabhängigkeit des MDK. Die Gutachterinnen und Gutachter sind nur ihrem ärztlichen und pflegefachlichen Gewissen unterworfen. Sie halten sich an fachliche Qualitätsstandards und sozialrechtliche Bestimmungen.

Eine starke Gemeinschaft

Den MDK Nordrhein gibt es in seiner jetzigen Form seit 1989. Über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an acht Standorten für den MDK Nordrhein tätig. Träger sind die Landesverbände der Krankenkassen und Pflegekassen. Für die rechtliche Aufsicht ist das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen zuständig. 

Der MDK Nordrhein ist einer von insgesamt 15 Medizinischen Diensten in Deutschland. Mit dem Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) bilden sie die MDK-Gemeinschaft. Sie arbeiten eng zusammen. Der MDS koordiniert und fördert die bundesweite Zusammenarbeit. Dabei geht es zum Beispiel um bundesweit einheitliche Kriterien für die Begutachtung.