• Mit rund 80 Milliarden Euro und fast 34 Prozent aller Leistungsausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung sind Krankenhäuser mit Abstand der ausgabenstärkste Bereich. (GKV-Kennzahlen)
     
  • Im Jahr 2019 hat der MDK Nordrhein ungefähr 21 Prozent der Rechnungen von nordrheinischen Krankenhäusern geprüft. Das waren rund 383.000 Krankenhaus­abrechnungen. 50 Prozent der Rechnungen wurden um durchschnittlich 1.900 Euro pro Fall ge­kürzt. Das sind insgesamt rund 338 Millionen Euro in Nordrhein. Für das Bundesge­biet wird die Kürzungssumme auf über 3 Milliarden Euro geschätzt. Bei einem Prozent der Rechnungen führte die Korrektur zu einem höheren Betrag.
     
  • Die Rechnungskorrekturen werden zum überwiegenden Teil in der Begehung im Einvernehmen mit den Krankenhäusern festgestellt, sodass die Rechnungskürzung durch die Krankenkassen im Konsens erfolgt. Bei der Art der Fragen, die dem MDK Nordrhein 2019 zur Abrechnungsprüfung vorgelegt wurden, dominieren die Fragen nach der Verweildauer mit über 60 Prozent. 

Fragen zur Abrechnungsprüfung 2019

Prozent

Fragen zu Verweildauer61,3 %
Darunter: 
    Primäre Fehlbelegung: Ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig? 16,3 %
    Sekundäre Fehlbelegung: Ist die Dauer des Krankenhausaufenthaltes notwendig? 45,0 %
Fragen zur Kodierung29,0 %
Zusatzentgelte4,9 %
Fallsplitting3,6 %
Sonstige1,3 %

Ansprechpartner

Krankenhausfallmanagement (KHF)

Zum KHF gehören im MDK Nordrhein der Medizinische Fachbereich Stationäre Versorgung (MFB SV) und die fünf KHF-Teams an den Standorten Aachen, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln.

Ihren Ansprechpartner finden Sie hier.