Fakten zur Abrechnungsprüfung im Krankenhaus

  • Mit rund 73 Milliarden Euro und fast 35 Prozent aller Leistungsausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung sind Krankenhäuser mit Abstand der ausgabenstärkste Bereich.
  • ·         Im Jahr 2018 hat der MDK Nordrhein ungefähr 17 Prozent der Rechnungen von nordrheinischen Krankenhäusern geprüft. Das waren über 321.000 Krankenhaus­abrechnungen. 50,3 Prozent der Rechnungen wurden um durchschnittlich 2.000 Euro pro Fall ge­kürzt. Das sind insgesamt fast 307 Millionen Euro in Nordrhein. Für das Bundesge­biet wird die Kürzungssumme auf über 3 Milliarden Euro geschätzt. Bei einem Prozent der Rechnungen führte die Korrektur zu einem höheren Betrag.

  • Die Rechnungskorrekturen werden zum überwiegenden Teil in der Begehung im Einvernehmen mit den Krankenhäusern festgestellt, so dass die Rechnungskürzung durch die Krankenkassen im Konsens erfolgt.

  • Bei der Art der Fragen, die dem MDK Nordrhein 2018 zur Abrechnungsprüfung vorgelegt wurden, dominieren die Fragen nach der Verweildauer mit über 50 Prozent. 

Fragen zur Abrechnungsprüfung 2018

Prozent

Fragen zu Verweildauer 57,8 %
Darunter:
    Primäre Fehlbelegung: Ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig? 14,4 %
    Sekundäre Fehlbelegung: Ist die Dauer des Krankenhausaufenthaltes notwendig? 43,4 %
Fragen zur Kodierung 30,6 %
Zusatzentgelte 5,6 %
Fallsplitting 4,2 %
Sonstige 1,9 %