Träger der medizinischen Rehabilitation sind die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung. Letztere ist zuständig, wenn durch eine Rehabilitation Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit abgewendet werden können.

Die Krankenkasse legt dem MDK jeden vierten Fall zur Prüfung vor. Der MDK prüft in den beauftragten Fällen, ob die sozialmedizinischen Voraussetzungen für eine Rehabilitation vorliegen. Sie bewerten, ob eine medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsleistung notwendig und Erfolg versprechend ist. Basis für die Gutachterinnen und Gutachter ist die bundesweit einheitliche „Begutachtungs-Richtlinie Vorsorge und Rehabilitation“. Zudem kann der MDK Hinweise zur Indikationsfindung geben (zum Beispiel geriatrisch oder orthopädisch).

Zur Beurteilung notwendig sind der ärztliche Befundbericht beziehungsweise die ärztliche Verordnung von medizinischer Rehabilitation (Muster 61), die Zustimmung des Versicherten sowie weitere vorliegende Unterlagen (zum Beispiel Facharztgutachten oder Krankenhaus-Entlassungsberichte).

Tipp für die Praxis

Für die Beurteilung eines Rehabilitationsantrages ist es für die Gutachter und Gutachterinnen wichtig zu erfahren, welche ambulanten Leistungen (zum Beispiel Facharztbehandlungen, Heilmittel) durchgeführt wurden und wie erfolgreich sie waren.

Die Rehabilitationsziele sollten sehr konkret formuliert und messbar sein. Sie müssen alltagsrelevant und realistisch erreichbar sein.

  • Beispiel: Ziel Mobilität
    Fortbewegung in der Wohnung ohne Hilfe

  • Beispiel: Ziel Kommunikation
    Spechen von einfachen Sätzen

  • Beispiel: Ziel Selbstversorgung
    Zuknöpfen von Hemden beim Ankleiden

Ansprechpartner

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