Suchen Sie einen bestimmten Standort des MDK Nordrhein, wählen Sie bitte aus:
Das Kompetenz Centrum Onkologie (KCO) ist beim MDK Nordrhein beheimatet und ein unabhängiger bundesweit tätiger Gutachterdienst.
Das Magazin MDK-
Forum informiert im Zusammenhang mit der MDK-Arbeit in redaktionellen Beiträ-
gen über aktuelle Themen aus der Kranken- und Pflege-
versicherung sowie der Gesundheitspoli-
tik. Auf der Internet-
seite der MDK-
Gemeinschaft können Sie die Inhalte aller Ausgaben ab 1/2004 einsehen.
Suchen Sie einen anderen Medizinischen Dienst, wählen Sie bitte aus:
Düsseldorf, 08. Oktober 2009
Pressemitteilung Beratung und Begutachtung mit sozialmedizinischer und pflegefachlicher Kompetenz in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung
Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Nordrhein blickt auf eine 20-jährige erfolgreiche Beratungs- und Begutachtungstätigkeit zurück und ist zum festen Bestandteil der sozialen Sicherungssysteme geworden. In seiner Rolle als unabhängige, fachkompetente und gesetzlich legitimierte Beratungs- und Begutachtungsinstitution ist er auf dem Gesundheitssektor fest etabliert.
„Der MDK Nordrhein hat in den letzten 20 Jahren die Umgestaltung zum modernen Dienstleistungsunternehmen erfolgreich bewältigt und gibt jährlich zu ca. 1.2 Millionen Einzelanlässen eine begutachtende Empfehlung ab. Dies geschieht in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung auf gesetzlich fixierter Grundlage“, sagte der Geschäftsführer Wolfgang Machnik in einer Feierstunde anlässlich des 20-jährigen Bestehens des MDK Nordrhein in Düsseldorf, an dem Vertreter aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, der Politik und des öffentlichen Lebens teilnahmen.
Bei gesetzlich klar definierten Aufgaben und Regelungen zur Zusammenarbeit, Organisation und Finanzierung leistet der MDK Nordrhein einen entscheidenden Beitrag zur zuverlässigen Absicherung bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit für jeden Versicherten und auch zur Filterung von Leistungsansprüchen, die unberechtigterweise zu Lasten des solidarisch finanzierten Versicherungssystems erhoben werden.
Die Gebote von Notwendigkeit, Angemessenheit und Wirtschaftlichkeit werden bei seiner Arbeit mit hoher Fachkompetenz und im Bewusstsein einer sozialen Verantwortung gegenüber dem einzelnen Versicherten und der Solidargemeinschaft geprüft und umgesetzt. „So trägt der MDK entscheidend zur Stabilisierung und zur Finanzierbarkeit und Qualität von Gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und Pflegeversicherung (PV) bei“, stellte der Verwaltungsratsvorsitzende Willi Budde fest.
Auch in der Zukunft wird sich der MDK Nordrhein den Herausforderungen und der Dynamik auf dem Gesundheits- und Pflegesektor stellen und sich als modernes Dienstleistungsunternehmen an den gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Erfordernissen ausrichten.
„Es ist uns ganz wichtig zu verdeutlichen, dass wir als Begutachtungsinstanz bei unserer Tätigkeit die Balance halten können, einerseits an der Seite seiner Träger zu stehen, andererseits die fachliche Unabhängigkeit der ärztlichen und pflegefachlichen Gutachter zu gewährleisten und auch eine soziale Fürsorgepflicht wahrzunehmen“, betonte der Ärztliche Direktor Priv.-Doz. Dr. med. Heinz Paul Buszello.
Während seiner nun 20-jährigen Tätigkeit steht der MDK Nordrhein mit allen Gruppierungen des Gesundheits- und Pflegesektors in einem konstruktiven Dialog und hat einen umfassenden Überblick über das Gesundheitswesen und dessen Einzelsektoren. Er bringt seine Beratungskompetenz regional und auch überregional in verschiedenen Gremien ein. Die Ansiedlung des Kompetenz Centrums Onkologie am MDK Nordrhein verschafft auch in diesem Bereich zusätzliches Gewicht
Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Hoppe hob in seinem Grußwort als Präsident der Ärztekammer Nordrhein und der Bundesärztekammer die enge Kooperation und den fachlichen Dialog zwischen Ärzteschaft und MDK hervor, Herr Dr. Leonhard Hansen sprach als Vorsitzender der kassenärztlichen Vereinigung von einem „Dialog in Augenhöhe“ und stellte heraus, dass bei der institutionellen Trennung zwischen Versicherung und Versorgung die medizinische und pflegefachliche Beratungskompetenz des MDK gefragt sei.
Frau Bettina am Orde vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, die in Vertretung für Herrn Ministern Karl-Josef Laumann die Festrede hielt, betonte die konstruktive Zusammenarbeit des MDK Nordrhein mit der Landesregierung, aber auch mit den anderen Beteiligten, z. B. im Rahmen des Landespflegeausschusses NRW, die dazu geführt habe, bei hohen politischen Erfordernissen Probleme frühzeitig zu erkennen und Abhilfe zu schaffen.
Dr. rer. pol. Volker Hansen als Vorsitzender des Verwaltungsrates des GKV-Spitzenverbandes und des MDS zeigte die aktive auch überregionale Beratungs- und Gremienarbeit des MDK auf und stellte fest: „dass in den Koalitionsverhandlungen MDK/MDS-Themen bisher wohl fehlen, deutet darauf hin, dass es in diesem wichtigen Bereich des Gesundheitswesens ´rund` läuft“.
Der MDK hat mit der Begutachtung der Pflegebedürftigkeit seit 1995 wesentlich zum Erfolg der Pflegeversicherung beigetragen und seit 2003 mit Einführung des G-DRG-Systems den Aufbau eines fallpauschalierten Entgeltsystems im stationären Versorgungssektor maßgeblich unterstützt. Seit Jahren prüft er die Versorgungsqualität in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen im Interesse der Versicherten und leistet aktuell einen wichtigen Beitrag bei der Herstellung von Transparenz von Pflegeleistungen in der Öffentlichkeit.
Dr. Friedrich Schwegler, der Leiter des Fachbereichs Pflegeversicherung des MDK Nordrhein betonte in der Pressekonferenz mit Bezug auf die Diskussion um Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen und die Vergabe von Prüfnoten:
„Der MDK Nordrhein führt seit 01.07.2009 Qualitätsprüfungen unter Einschluss der Transparenzfragen durch. Das neue Prüfschema ist ein sinnvolles Instrument zur Abbildung der Pflegequalität. Das gesamte Spektrum der Noten spiegelt sich in unseren Ergebnissen wieder. Die meisten Einrichtungen haben gute bis sehr gute Ergebnisse, aber es gibt auch befriedigend, ausreichend und mangelhaft.
Die starke Diskrepanz zwischen gutem Transparenzergebnis bei tatsächlich schlechter Pflegequalität, die jetzt in Diskussionen aufgezeigt wird, können wir nach unseren bisherigen Erfahrungen bei den bislang ca. 300 durchgeführten Prüfungen in stationären Einrichtungen nicht bestätigen. Schlechte Qualität spiegelt sich nach unseren Ergebnissen auch in den Noten wieder.
Die vorliegenden Ergebnisse werden sorgfältig beobachtet, falls erforderlich, werden Korrekturen von uns veranlasst und eingeleitet werden“.
Der MDK Nordrhein möchte seine Kompetenz und Erfahrung zukünftig noch stärker in die gesamtgesellschaftliche und gesundheitspolitische Diskussion einbringen.
Nur wenn sich alle Akteure des Gesundheitswesens gegenseitig als Partner in verschiedenen Bereichen, aber mit gemeinsamer Verantwortung wahrnehmen, sind die anstehenden schwierigen Aufgaben des Gesundheits- und Pflegesektors im gemeinsamen Bemühen zu bewältigen.
Pressekontakt:
Dr. med. Angelika Fiedler
Referentin für Information und Kommunikation
MDK Nordrhein
Referat Qualitätsmanagement, Wissensmanagement, Kommunikation
Bismarckstr. 43
40210 Düsseldorf
Telefon: (0211) 1382-196
Fax: (0211) 1382 88 - 1196
E-Mail: afiedler@mdk-nordrhein.de
weiterführende Links :
www.mdk-nordrhein.de
www.mds-ev.de