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Risiko der Mangelernährung – ein grundsätzliches Problem des alternden, pflegebedürftigen und kranken Menschen, nicht nur ein Problem der Pflege

Düsseldorf, 14. September 2009

Pressemitteilung

Der MDK Nordrhein stellt bei seinen Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen eine hohe Sensibilität und Kompetenz der Pflegefachkräfte bezüglich der Einschätzung und Vermeidung von Ernährungsproblemen bei gefährdeten pflegebedürftigen Personen fest. In den allermeisten Fällen erfolgt eine zufrieden stellende und dem Gesundheitszustand angepasste Versorgung der Bewohner.

Die Ernährungssituation von pflegebedürftigen Menschen ist im Zuständigkeitsbereich des MDK Nordrhein nach Ergebnissen der Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen nicht so schlecht, wie sie oft dargestellt wird.

Grundsätzlich muss festgestellt werden, dass das Risiko einer Mangelernährung bei jedem älter werdenden, pflegebedürftigen und kranken Menschen in erhöhtem Maße besteht. Auch die Gruppe der an Demenz erkrankten Personen ist hier sehr gefährdet – zu Hause und in einer Pflegeeinrichtung. Durch die besondere Klientel der Bewohner in Pflegeheimen potenziert sich hier naturgemäß das Risiko für eine mögliche Mangelernährung, aber auch für andere Risiken wie z. B. das Wundliegen, die Sturzgefahr etc.
 
Bei den Qualitätsprüfungen des MDK Nordrhein zeigen sich die allermeisten Pflegeeinrichtungen sehr sensibilisiert für das Thema Ernährung und Mangelernährung und beweisen eine hohe Kompetenz, den natürlichen Beschränkungen des einzelnen pflegebedürftigen Menschen entgegenzusteuern durch ein gezieltes, von Fachkräften erarbeitetes Handlungskonzept.
Die Umsetzung eines solchen Konzeptes bedarf dann einer persönlichen Zuwendung und Betreuung, die nicht ausschließlich von Pflegefachkräften erfolgen muss, sondern auch von anderen verantwortungsbewussten Personen der Pflegeeinrichtungen teilweise übernommen werden kann.

Entscheidend sind die Zuwendung und emotionale Wärme, die den Pflegebedürftigen auf seinem progredienten Weg der Bedürftigkeit und des körperlichen Abbaus begleitet.

Dies bedarf eines Netzwerks von Pflegekräften in Institutionen, aber auch von Angehörigen, Freunden und (ehrenamtlichen) Helfern. Nur so kann eine zufrieden stellende Betreuung unserer älter werdenden, pflegebedürftigen und kranken Menschen erfolgen. Dies ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich nicht durch den Stellenplan einer Pflegeeinrichtung allein lösen lässt.

Bei unseren Qualitätsprüfungen in Nordrhein erfahren wir ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft, Einfühlungsvermögen und qualifizierter Pflege in einem Großteil der Pflegeeinrichtungen.

Durch die Umsetzung der neuen Prüfanleitung mit Veröffentlichung von Prüfergebnissen und Vergabe von Pflegenoten seit dem 01.07.2009 wird die Pflegequalität in Pflegeeinrichtungen auch für den interessierten Laien jetzt transparenter und vergleichbar und wird die Auswahl einer geeigneten Pflegeeinrichtung erleichtern.

Bei den bisher vom MDK Nordrhein durchgeführten Prüfungen haben sich bei den stationären Pflegeeinrichtungen größtenteils gute bis sehr gute Prüfergebnisse gezeigt. Insgesamt bildete sich aber das gesamte Spektrum von sehr guten bis schlechten Ergebnissen ab.

Für Rückfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Pressekontakt

Dr. med. Angelika Fiedler
Referentin für Information und Kommunikation
MDK Nordrhein

Bismarckstraße 43
40210 Düsseldorf
T: 0211/ 1382-196
E-Mail: afiedler@mdk-nordrhein.de

www.mdk-nordrhein.de


 
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